Schulhaus AuzelgSchulhaus AuzelgSchulhaus AuzelgSchulhaus AuzelgSchulhaus AuzelgSchulhaus Auzelg
Umbau Schulhaus Auzelg · Zürich - Schwamendingen (CH)

Realisierung: 2006
Auftraggeber: Stadt Zürich
Fläche: 2900 m2


Die Wohnsiedlung Auzelg, gebaut 1958 in einer stilistischen Mischung aus ländlichem Holzbau und modernem Gartenstadtbau, wird als schützenswürdiges Bauobjekt eingestuft. Ein elegantes Bauensemble, bestehend aus einem achtgeschossiges Punkthaus, einem Laden und zwei kleinen Kindergartenpavillons hat ehemals den zentralen Siedlungsplatz gerahmt und die Siedlungsmitte geprägt. In den 1980er Jahren wurde einer der Pavillons durch eine grosse Betonblockschule ersetzt, der Eingriff zerstörte die Komposition dieses Ensembles, verunklärte das Verhältnis zwischen Siedlungsplatz und Schulhof und reduzierte den benötigten Aussenraum der Schule zum Randstreifen. Die ursprüngliche Identität des Platzes als repräsentativer Ort wurde zum überwucherten Infrastrukturraum mit trister Ausstattung.

Der Entwurf verwendet drei Hauptansätze, um den Ort sowohl für das Schulhaus wie auch für den Siedlungsplatz in seiner Identität und Nutzbarkeit zu gewinnen.
Die verschiedenen Bereiche, abgestimmt auf die unterschiedlichen Verhaltensmuster von Jungen und Mädchen sowie der allgemeinen Bewohner, bekommen jeweils eigene Stimmungen und Charakter.
Zur Schaffung eines grosszügigen Bewegungsraum für die Kinder wurde ein Loop-Weg um das Schulhaus angelegt. Die Randstreifen werden zum dynamischen, racetrackartigen, in abwechselnde Richtungen geneigten Skaterweg, der sich um die bestehenden Bäume schlängelt.
Siedlungsplatz und Schulhof, die sich zwangsläufig vermischen, werden durch die Möblierung ineinander verwoben. Ortspezifische Betonmöbel, beginnend beim Schulhof, schlängeln sich dem
Weg entlang und mündet in einem Spielring auf dem Platz. Temperaturneutrale Holzbänke, für alle Altersstufen nutzbar, beginnen als lange Bank auf dem Platz und lösen sich als zerstreute Hocker
im Schulraum langsam auf.